Montag, 25. Juli 2016

Neue Eigner an Bord

Die Zeit zwischen der Verkaufsanzeige für Anico und der Vertragsunterzeichnung ist ziemlich hektisch. Die ersten 2 Tage tut sich gar nichts und wir fragen uns schon, ob wir wohl etwas falsch gemacht haben. Aber - in der Ruhe liegt die Kraft.
Derweil räumen wir weiter auf und entsorgen kräftig. Alles, was unbedingt mit nach Hamburg soll, verpacken wir in Kartons. Jeder darf maximal 30kg schwer sein. Fünf sind es geworden, die mit einem Cargo Frachter am 16. September im Hamburger Hafen ankommen sollen. Außerdem darf unser Fluggepäck nur 30kg p.P. betragen. Was für ein Akt!
Emails und Telefonate gehen ein und wir haben eine Hand voll Interessenten innerhalb der ersten Woche. Ein Paar ist besonders sympathisch und sehr interessiert.
Ich habe im Gefühl, dass sie die neuen Eigner werden.
Allerdings haben wir bereits weitere Besichtigungstermine gemacht, und wollen diesen Interessenten auch die Chance zum Kauf geben.
Sogar ein Deutscher, der mit seiner australischen Frau in Sydney lebt ist Feuer und Flamme für Anico. Seine Frau hat ihn geschickt, da sie die Verkaufsseite gesehen hat.

Congratulations Tanya and Danny
Am 14. Juli ist dann klar, dass das sympathische Paar, Tanya und Danny, unsere Anico kaufen werden. Am 16. Juli ist Vertragsunterzeichnung. Das ging jetzt aber doch schnell! Wow.

Michael war gar nicht so darauf ausgerichtet, aber auch unsere Segelfreunde von der Gipsy4 hatten ihr Schiff innerhalb von zwei Wochen verkauft.


Bye bye Scarborough




Eine Änderung im Vertrag wird von Tanya und Danny gewünscht: Der Übergabeort soll nicht, wie wir es eingetragen haben, Scarborough Harbour sein, sondern Hope Harbour, etwa 55 Seemeilen weiter südlich. Wir haben uns darauf eingelassen und unsere letzte Fahrt auf der Anico am 23.Juli angetreten.
Einen Tag zuvor wurden unsere Kartons abgeholt und wir haben noch schnell unsere Rückflüge gebucht.



Ein Ankerstopp nach 42sm vor der Horizon Shores Marina in Steiglitz und noch zwei Nächte ankern.

Am Montag den 25. Juli steigen Tanya und Danny hier zu und segeln den Rest der Strecke mit uns in die Hope Harbour Marina.

Ein wenig wehmütig ist uns doch ums Herz. Ein Schiff, das uns so weit gesegelt hat, immer verlässlich, immer gutmütig, auch bei noch so rauer See. Das darf ein bisschen weh tun.


Anico in Horizon Shore Marina

auf dem Weg nach Hope Harbour mit Tanya und Danny
Tanya und Danny freuen sich auf Anico
  



Dienstag, 5. Juli 2016

Flying Foxes

im Botanischen Garten haben wir uns für ein Shooting mit diesen putzigen Tierchen eingefunden. Diesmal gibt es keine Zusammenstöße mit unseren Navigationsmitteln. In der Nähe der Marina fliegen "nur" Pelikane hin und her, die nicht versuchen, sich auf unsere Mastspitze zu setzen.













Mittwoch, 29. Juni 2016

Neue Wege

Nun ist es passiert. Wir haben Anico nach Australien importiert.
Jetzt darf Anico so lange hier bleiben, wie sie will. Und sie darf verkauft werden.
Gestern haben wir Anzeigen geschaltet und die Tage zuvor eine extra Verkaufsseite eingerichtet: Hallberg Rassy 352 for Sale.
Seit über vier Wochen sind wir nun schon in der Compass Marina in Scarborough, aber langweilig wird es nicht. Es muss kräftig "ausgemistet" werden, um das Schiff auch von innen vorzeigen zu können.
Gar nicht so einfach nach fast sechs Jahren Leben auf dem Boot. Was sich da so alles ansammelt und in Ecken verstaut wird, die man fast nie ansieht.
Christine und Ronald von der Gipsy4 sind nun auch schon eine Weile weg, ebenso wie die Gipsy selbst. Etwas wehmütig schauen wir aus dem Cockpit in die leere Box, wo sie noch bis vor kurzen gelegen hat.
Jetzt heißt es also weiter klar Schiff machen und hoffentlich viele Mails und Telefonate von Interessenten erhalten, um Anico schnellst- und bestmöglich zu verkaufen.
Was dann?
Ein anderes Boot? Nach Hause fliegen? Auf dem Weg dorthin noch Stopps in Asien einlegen?
Mal schauen, was kommt.
Wir wünschen uns jedenfalls ein wenig mehr Wärme, denn hier wird es Winter und ab Sonnenuntergang merklich kühl bis kalt. In der Nacht hatten wir schon deutlich unter 10°C und da macht das Aufstehen nicht wirklich Vergnügen. Aber wir wollen uns nicht beklagen. Alles wird Gut.



Mittwoch, 22. Juni 2016

Unterwegs mit Gipsy IIII

Heute Morgen haben wir Christine und Ronald verabschiedet. Die Gipsy IIII ist mit den neuen Eignern hinaus gefahren und Christine und Ronald sind nach einem Kaffee auf der Anico in ihrem Auto gen Süden gestartet.
Ronald hat sehr ausführlich Tagebuch geführt und somit auch unsere gemeinsamen Ausflüge in Bild und Schrift festgehalten.
Mir bleibt da nur die Verlinkung der entsprechenden Posts. Vielen lieben Dank Ronald und Christine. Gute Reise und hoffentlich bis bald einmal, und wir hoffen, dass ihr Eure Seite im Netz laßt. ;O)


24.05.2016 Anico läuft in die Compass Marina und Sundowners bei Gipsy und Anico



28.05.2016 Kleiner Ausflug nach Redcliffe



30.05.2016 schöner Tag in Montville und Caloundra





03.06.2016 Schlechtwetterprogramm




05.06.2016 Spieleabend auf der Gipsy IIII



09.06.2016 Ausflug nach Mount Coolum










10.06.2016 ein Tag auf Bribie Island






13.06.2016 Spieleabend auf der Anico



17.06.2016 Walk nach Redcliffe und Gipsys im Einpackstress





20.06.2016 Letzter Kaffeklatsch auf der Gipsy IIII






Dienstag, 24. Mai 2016

Gold Coast - Redcliffe Scarborough

Nach einer Woche in Coffs Harbour kann es weiter gehen. Früh morgens am 20. Mai, die Sonne scheint, werfen wir die Leinen los mit dem Ziel Gold Coast in Queensland.
Die Uhren sind in NSW bereits auf Winterzeit gestellt, weshalb nun in beiden Bundesstaaten die selbe Zeit ist. Während in New South Wales die Uhren Sommers wie Winters eine Stunde vor oder zurück gestellt werden, nimmt Queensland nicht am Daylight Saving Programm teil. Im Sommer gehen die Uhren dort deshalb "anders". Und auch sonst scheint einiges etwas anders zu laufen. In NSW hat jeder ALDI auch einen Liquor Shop. Dort kostet ein gutes Bier nur etwa die Hälfte als bei der Konkurrenz. In Queensland sucht man vergeblich. Hier hat die Supermarktkette leider noch keine Alkohollizenz und man muss anderswo zum doppelt so teuren Bier greifen, oder es lassen.


Die gut 150 Seemeilen an der Küste entlang sind durchzogen von langen Stränden, Dünen und Städtchen.
Hier sind wir 2014 mit dem Camper die Küste von Nord nach Süd abgefahren. Von See aus gefällt es uns fast besser.

Selbst die selten anzutreffende, von Wolkenkratzern geprägte Skyline in Surfers Paradise, sieht von See aus betrachtet toll
aus und erinnert uns ein wenig an Brasilien, wo es allerdings an jeder Ecke ein Skyscraper-Dorf gibt.
Surfers Paradise nennt man hier auch das Miami des Südens, obwohl Miami drei Dörfer weiter südlich liegt.

Die sichere Einfahrt in die geschützten Gewässer hinter den langgestreckten Inseln South und North Stradbroke Island sowie Moreton Island gibt es erst seit 1986.
Mit dem Nerang River Stabilisierungsprogramm wurde in einem
50-Millionen-Dollar-Projekt der Eingang am Pazifik gefestigt.
Der Gold Coast Seaway gilt als voller Erfolg, da, obwohl die Natur nicht gezähmt, sie dennoch geführt werden konnte. Das ständige Mäandern, das zu Überflutungen von Orten führte, konnte gestoppt werden und die Durchfahrt für große und kleine Schiffe an die Küstengewässer und nach Brisbane sicherer gemacht werden.

durch sehr flaches Gewässer, vorbei an der gut betonnten Einfahrt in den Hafen von Brisbane
der ein oder andere Tanker kommen aus dem Hafen
Christine und Ronald von der Gipsy IIII stehen auf dem Steg und nehmen unsere Leinen an
unser Liegeplatz für die nächsten Wochen

Montag, 16. Mai 2016

Port Stephens und Coffs Harbour

Wir arbeiten uns langsam nach Norden Richtung Whitsundays, Brisbane und Great Barrier Reef. Ein hartes Stück Arbeit. Meist weht ein Nordwind, und den können wir nun überhaupt nicht gebrauchen, denn da müssen wir ja hin. In Pittwater starten wir am 01.Mai in die Nacht und schaffen es in dieser auch nur bis Port Stephens. Dann lässt der erwartete Wind vorzeitig nach und dreht wieder auf Nord. Wir legen uns erstmal in die Shoal Bay, wechseln dann in die Nelson Bay an eine freie Public Mooring und erleben dort in der Nacht einen furchtbaren "Sturm". Der Wind fegt über die relativ große Bucht genau in den Ankerplatz und es entsteht eine scheußliche kleine fiese Welle. Anico zieht an der Mooring und stampft gemein in der sich aufgebauten kleinen Brandung. Gegen drei Uhr in der Nacht ist der Spuk vorbei und der Wind, der eigentlich erst am nächsten Tag so blasen sollte, lässt endlich nach und wir können schlafen gehen.
Australien überrascht uns immer wieder. Denn auch Port Stephens ist eine schöne Destination. Wunderbare Strände und das Städtchen hat auch das wichtigste zu bieten. Sogar ein Kino. Ein bisschen wie Timmendorf oder Travemünde, nur schöner. Duschen und Toiletten an den Stränden sind in Australien immer vorhanden. Ebenso Picknick- und Grillplätze im Grünen für Jedermann, werden sie besonders am Wochenende zum erklärten Ausflugsziel. Der Freizeitwert in diesem Land ist enorm.
In Port Stephens müssen wir nun ein wenig zwangsverweilen, weil wir auf Ersatzteile aus Deutschland warten, die wir nach Newcastle in den Yacht Club haben schicken lassen. Wir legen uns deshalb am Sonntag Abend an den Steg der Public Marina, an dem man in der Woche 3 Tage am Stück festmachen darf. Die im gleichen Becken stationierte D´Albora Marina kostet für unsere Schiffslänge schlappe 78,00AU$ die Nacht. Die wollen wir gerne für andere Dinge ausgeben.
Am 09. Mai ist unser Brief endlich zugestellt und Michael fährt knapp zwei Stunden mit dem Bus, um es einzusammeln.
Die 7 Tage Wartezeit haben wir uns mit der Erkundung der Gegend vertrieben.
Blick zurück in die Einfahrt nach Port Stephens

das Dinghy zu Wasser lassen ist jedes Mal harte Arbeit
Marina in der Nelson Bay 
wundervoller Sonnenuntergang in der Nelson Bay 
Wasser bunkern am Steg der Public Marina
Flußaufwärts
Sonnenuntergang in der Taylors Bay


11.Mai 13:00 und schon geht es mit der ablaufenden Tide wieder weiter Richtung Norden
Wenn die Windvorhersage stimmt könnten wir bis Southport kommen. Aber wann stimmt sie schon über 24 Stunden hinaus....
Es geht flott los und sogar mir gefällt die Fahrt mit westlichem Wind, der dicht an der Küste keine Welle aufkommen lässt. Diesmal stimmt die Vorhersage nicht einmal 24 Stunden. Der Wind weht immer schwächer und schläft dann endgültig ein. Wieder motoren, wie so häufig an dieser Küste.
Am nächsten Tag frischt der Wind wieder segelfähig auf, um mindestens Coffs Harbour zu erreichen. Leicht einzulaufen, auch im Dunkeln.
Um 22:30 fällt unser Anker vor dem Strand im äußeren Hafenbecken. Alles Gut, noch ein Bierchen und ab ins Bett, richtig ausschlafen. Am nächsten Morgen - schon wieder ein Freitag der 13. - verlegen wir in die Marina, weil wir keine Lust haben das Dinghy klar zu machen. Wir warten auch mal wieder auf Ersatzteile. Diesmal brauchen wir dringend einen Ölfilter. Der kommt morgen, am Dienstag - hoffentlich.
Tage in einer Marina sind toll. Man hat genug Strom, genug Wasser, Duschen wann man will und - man findet in der Regel Waschmaschine und Trockner. Große Freude über alltägliche Dinge - Seglerleben eben.

Coffs Harbour in Bildern
Coffs Harbour C16 44$ pT oder 210$ pW (stay 7 pay 5)
bunter Wellenbrecher an der Einfahrt zu Coffs Harbour

neue Wellenbrecher zur Runderneuerung der Hafenmolen ab Mai 2016


Blick von Muttonbird Island auf Coffs Harbour

Boambee Beach mit viel Gischt


Muttonbird Island Nature Reserve - wo die Sturmtaucher in der Erde brüten
Volkssport Angeln



Walkway zur Muttonbird Insel